Wann beginnt Mobbing und was kann man dagegen tun?

Hänseleien und Witzchen sind an Schulen an der Tagesordnung - das war schon immer so.

Wenn es aber immer denselben Schüler betrifft und über Tage, Wochen und Monate geht, dann ist es nicht mehr okay: Dann spricht man von Mobbing!

Diese Form der Ausgrenzung ist verbreitet an unseren Schulen,leider  auch in Winsen (Luhe).

Technische Errungenschaften wie Handys und soziale Netzwerke im Internet sorgen dafür, daß derlei persönliche Anfeindungen nicht am Schultor enden, sondern praktisch rund um die Uhr stattfinden: Hier spricht man dann von Cybermobbing. Diese besonders perfide weil anonymisierte Form hat ihren Ursprung ebenfalls  im persönlichen, meist schulisch geprägten  Bekanntenkreis.

 

Es gibt aber auch Lösungsansätze: Je klarer sich eine Schule gegen Mobbing positioniert, je konsequenter gegen einzelne Mobber vorgegangen wird, deste leichter läßt sich die Problematik eindämmen.

Die Stadtjugendpflege ist dabei behilflich.

So organisierten wir im letzten Frühjahr mit Unterstützung der Kreisjugendpflege eine gut besuchte Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer mit Experten von No Blame approach aus Köln.

 

Zudem bieten wir  vierwöchige Anti-Mobbing-workshops in betroffenen Schulklassen an. Solche Interventionen sind oft hilfreich, können klare Anti-Mobbing-Konzepte in der Schule allerdings nur ergänzen, nie ersetzen.

Schließlich verfügen wir über ein breites Repertoire an Medien und anderen  Materialien zum Einsatz im Unterricht, welches wir gerne zur Verfügung stellen.

 

Infos: Ralf Macke, Stadtjugendpflege, Tel. 781307 oder Macke@egons-winsen.de

 

 

 

Cyber-Mobbing hautnah!

Rund 200 Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen waren sich einig: Dieses Theaterstück ging unter die Haut. Auf Einladung der Stadtjugendpflege und mit Unterstützung der Kreisjugendpflege Harburg gastierte das Berliner Tournee-Theater "Radics" im Winsener  Jugendzentrum "Egons" .

Mitgebracht hatten sie das Stück "Fake - War doch nur Spass!" - es ging um Liebe, Eifersucht, Neid, Lüge, Online-Mobbing und den Folgen. Gespielt wurde so authentisch, dass sich so manch ein Pennäler an eigenen Erlebnisse erinnert haben dürfte...

 

Im Anschluß standen die beiden Schauspieler Jessica und Tim den jungen Leuten noch Rede und Antwort. Ihr Fazit: Mobbing geht alle an und kann eigentlich nur durch die Klassengemeinschaft verhindert werden. Ihr Aufruf an die Schülerinnen und Schüler: Traut Euch, wendet Euch an Vertrauenslehrer oder Eltern!

Hier ein paar Schnappschüsse einer gelungenen Präventionsveranstaltung.